Rückblick Akademie 2019

 

Auch 2019 durften wir wieder 16 besonders interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler bei unserer mittlerweile vierten Mainzer Teilchenphysikakademie begrüßen. Ziel war die Planung, Durchführung und Auswertung eines Experiments zur Bestimmung hoch-relativistischer Elektronen am Mainzer Mikrotron MAMI.

Gleich am Montag begann für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das eigens für die Veranstaltung zugeschnittenes Vorlesungsprogramm mit Inhalten aus der Teilchenphysik, der Programmierung, der Mathematik und zum Strahlenschutz. An den Nachmittagen stand dann noch praktische Arbeit auf dem Programm, denn das Target - die Probe - musste für den Versuch aufgebaut werden, sodass es nachher vollautomatisch in den Elektronenstrahl einfahren konnte. Im Strahlbereich kann man während der Messung keine Korrekturen mehr vornehmen. Außerdem wurden die einzelnen Bestandteile wie Trigger und Gem-Detektoren auf Herz und Nieren geprüft.

Am Mittwoch konnte dann endlich der Beschleuniger besichtigt und das erste Experiment aufgebaut werden. So hatten am Donnerstag alle Gruppen etwas zum Messen und Auswerten. Der gesellige Grillabend verschaffte dann eine willkommene Abwechslung von der Programmieraufgabe. Einige Gruppen konnten das schon eher genießen während andere nachts noch einmal über ihre Werte schauten.

Am Freitag konnten dann aber alle Gruppen eine tolle Präsentation halten und auch die Nachfragen der Zuschauer beantworten. Doch wir hoffen, dass von der Woche mehr als die Messwertpräsentation bleibt! Für einen Teilnehmer gilt das sicherlich, denn seine Motivation für das kommende Physikstudium hat sich noch gesteigert und er wird auch im kommenden ersten Semester nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn einmal die Übungsblätter zu kompliziert erscheinen:

Die Woche zählte zu den inspirierensten meines Lebens. Noch wäre es sicher schön wenn die Dauer des Projektes auf 2 Wochen verlängert würde. Die Gelegenheit mit gleichaltrigen und Physik-interessierten Jugendlichen zusammen zu arbeiten bietet sich nicht oft.